Aktivitätsbereiche

Der saarländische Lehrplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung geht anstelle von Unterrichtsfächern von Aktivitätsbereichen aus. Jede Schülerin und jeder Schüler werden als Akteure ihrer eigenen Entwicklung angesehen. Ihnen wird also nicht im klassischen Sinne Wissen vermittelt, vielmehr eignen sie sich Kompetenzen und Fertigkeiten an, wofür Unterricht die jeweils adäquaten Bedingungen bietet.

 

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Deutsch

Lesen schließt auch das Verstehen von Körpersprache, Handlungen, Bildern, Symbolen und Signalen ein. Schreiben im erweiterten Sinn heißt, sich auf den unterschiedlichen Ebenen in kommunikativer Absicht auszudrücken.

Da sich der Leseschreiblernprozess über einen langen Zeitraum erstrecken kann und einzelne Schritte individuell gelernt werden müssen, kommt häufigen, variantenreichen Übungsangeboten und der Bereitstellung eines altersgemäßen Unterrichtsmaterials hohe Bedeutung zu. Der fächerübergreifende Einsatz von Lesen und Schreiben bietet zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten.

  • Handlungsbegleitendes Sprechen unterstützt den Erwerb der Fähigkeit, Objekte, Situationen und Vorgänge wahrzunehmen und zu verstehen. Es kann nicht immer davon ausgegangen werden, dass Schülerinnen und Schüler selbst sprechen.
  • Es werden Bilder mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad verwendet: von Abbildungen mit einem Gegenstand zu Abbildungen mit mehreren Gegenständen; von Abbildungen mit realitätsgetreuen Formen, Farben und Größen zu Abbildungen mit abstrahierenden Formen, Farben und Größen sowie Abbildungen mit zunehmendem Komplexitäts- und Abstraktionsgrad der dargestellten Situationen.
  • Symbole und Signale dienen der Orientierung und der Interaktion in der Umwelt. Es werden Zeichen verwendet, die sowohl in der schulischen als auch in der häuslichen Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler vorkommen.

Mathematik

Mathematische Fähigkeiten sind für die Strukturierung der Umwelt von großer Bedeutung. Ausgangspunkt für das Erfassen von Wirklichkeit ist die Orientierung im Raum. Das Leben der Schülerinnen und Schüler findet in unterschiedlichen Räumen statt. Im Verlauf ihrer Entwicklung nehmen sie diese Räume bewusst wahr und bewegen sich zunehmend sicher in ihnen. Der Lernbereich Mathematik steht in engem Zusammenhang mit den grundlegenden Lernbereichen Wahrnehmung und Bewegung sowie Denken und Lernen.

In ihrer Umgebung begegnen Schülerinnen und Schüler einer Fülle von Gegenständen und Objekten unterschiedlicher Form, Größe und Farbe. Um sich in der Welt zurechtzufinden, müssen sie dieser unübersichtlichen Vielfalt Ordnung geben. Dies geschieht, indem sie lernen, Aspekte der Lebenswirklichkeit mit Hilfe mathematischer Zusammenhänge und Begriffe zu strukturieren: Sie vergleichen, unterscheiden, klassifizieren, bilden Gruppen und Reihen.

 

Zahlen sind im Alltag von großer Wichtigkeit. Das ergibt sich aus lebensnahen Fragestellungen, die etwa lauten: Wie viele Kugeln Eis möchte ich? Wie viele Teller müssen auf den Tisch? Wer belegt den ersten Platz im Wettschwimmen? Aufgabe des Mathematikunterrichts ist es, Verständnis für die verschiedenen Aspekte von Zahlen und den Aufbau des Zahlenraums zu vermitteln. Ein zunehmend sicherer Umgang mit Zahlen und die Erweiterung des Zahlenraums gehen mit wachsender Selbstständigkeit im alltäglichen Leben einher.

Durch vielfältige Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Größen lernen die Schülerinnen und Schüler Geldwerte, Längenmaße, Gewichte, Flächen und Hohlmaße kennen. Sie schätzen und bestimmen Werte. Sie vergleichen die Größen direkt und indirekt miteinander. Dabei gewinnen sie Sicherheit in der Verwendung der verschiedenen Maßeinheiten.

 

Sport

Motorische Kompetenzen sind grundlegend und unentbehrlich für die Ausführung komplexerer Bewegungen und Alltagshandlungen sowie für alle sportliche Aktivitäten. Dazu gehört z. B., dass ein Kind sicher nach etwas greift bzw. etwas ertastet, sich auf einer Unterlage von einer auf die andere Seite rollt oder sich durch Kriechen auf einen interessanten Gegenstand hin fortbewegt. Dies ist nicht durch bloße motorische Ertüchtigung und physiotherapeutische Funktionsübungen zu erreichen, vielmehr ist es erforderlich, dass das Kind über bzw. durch Bewegung sich und seine Umwelt wahrnimmt, die gegenständliche und soziale Wirklichkeit sinngebend verarbeitet und in ihrer Bedeutung erkennt. Wie basale Körpererfahrungen gehören Schwimmen, Fußball und Leichtathletik in den Stundenplan. Die Teilnahme an regionalen und überregionalen Wettkämpfen erschließt den Schülerinnen und Schülern neue Erfahrungen und Erfolgserlebnisse. Hier wirken sich unsere aktive Mitarbeit bei Special Olympics Saarland e.V. sowie die Kooperation mit dem SSV Oppen positiv aus.

 

Wir nehmen an vielen Sportevents teil und organisieren mit unserem Kooperationspartner SSV Oppen regelmäßige Sportangebote im Verein und in der Schule sowie tolle Sportveranstaltungen!

 

Wie zum Beispiel beim 4. Special Olympics Schwimmfest in St. Ingbert waren wir zum 4. Mal dabei. Bei über 100 Startern insgesamt war unsere Schule mit 12 Startern vertreten. Im wunderschönen Schwimmbad „das blau“ sprintete Benny gleich zu Beginn auf der kurzen Bahn mit Hilfsmitteln zur Goldmedaille. Er sollte nicht der einzige erfolgreiche Starter unserer Schule bleiben. Selina, Sukaina, Robin, Labinot, Daniel, Michaela, Viktoria, Pierre und Tamara fuhren alle mit Medaillen dekoriert nach Hause. Knapp geschlagen wurden wir bei der abschließenden Luftmatratzen-Gaudi, Sabine Hansen und Uwe Joas erreichten mit Viktoria und Pierre aber einen guten 3. Platz. Vielen Dank an die Ausrichter Special Olympics Saar, den Lions-Club St. Ingbert und besonders an Meike Duppe und Klaus-Uwe Jahnke!